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Wein und Essen
„Eine Mahlzeit ohne Wein ist wie ein Tag ohne Sonne“ - so ein altbekanntes Sprichwort, das man sich in Baden sehr zu Herzen nimmt. Die vielfältigen gastronomischen Möglichkeiten dieser Region, von der gut bürgerlichen bis zur Sternenküche, wetteifern mit dem nicht weniger abwechslungsreichen badischen Weinsortiment und bestätigen den hervorragenden Ruf des Wein- und Genießerlandes Baden.
Je größer die Auswahl, umso schwieriger fällt oftmals der Entschluss in Sachen Wein. Nachfolgende Grundsätze sollen Ihnen bei dieser Entscheidung behilflich sein.
- Um eine genussreiche, harmonische Weinauswahl zu treffen, ist es zunächst wichtig, dass die Intensität des Geschmacks von Speise und Wein möglichst ausgeglichen ist. So stehen zu kräftigen Speisen am besten alkoholreiche, dichte Weine, bei leichten Gerichten bringen fruchtig frische Weine die beste Harmonie.
- Die Regel „helles Fleisch - heller Wein, dunkles Fleisch - roter Wein“ trifft meist nicht zu. Bestimmend für die optimale Weinauswahl ist das Produkt auf dem Teller, das am geschmackintensivsten ist - dies ist meist die Sauce. Somit ist die Regel eher umzuformulieren in „leichte Sauce - leichter Wein, kräftige Sauce - kräftiger Wein“.
- Und noch ein weiteres gilt es bei der Weinauswahl zu berücksichtigen. Die Zunge kann geschmacklich die Komponenten süß, sauer, salzig und bitter wahrnehmen. Säuren und Bitterstoffe in Speise und Wein addieren sich. Deshalb begleitet man Speisen mit geringer Säuere durch säurebetonte Weine und umgekehrt Speisen mit höher Säuere durch Weine mit zarter Säurestruktur.
- Dagegen heben sich Süße in Speise und Wein gegenseitig auf. Zur Begleitung von Süßspeisen und Desserts eignen sich deshalb nur edelsüße Weine von Beerenauslese-, Trockenbeerenauslese- oder Eisweinqualität.